Astrid Schneider

Bundesjustizministerium

Glasatrien mit Sonnenschutzlamellen überdachen alte Höfe

DAS BUNDESMINISTERIUM DER JUSTIZ IN BERLIN

* Astrid Schneider

Das Bundesministerium der Justiz (BMJ) ist ein Beispiel für die ökologische Strategie des Hauptstadtumzuges von Bonn nach Berlin. Vorgeschlagen wurde sie vom damaligen Bundesbauminister Klaus Töpfer, der heute Chef des United Nations Environmental Programme (UNEP) ist. So sollte sich die Umweltgerechtigkeit der künftigen Regierungsbauten nicht nur in der Nutzung erneuerbarer Energien widerspiegeln, sondern auch im ressourcenschonenden Umgang mit dem Baumaterial Stadt. Daher sollte mindestens die Hälfte der Regierungsgebäude in Altbauten untergebracht werden. Recycling von Bausubstanz statt Kahlschlag und Neubau war die Devise. Den Architekten Eller und Eller gelang mit dem BMJ die Integration eines modernen Ministeriums in einen Altstadtblock mit gemischter Bausubstanz. Zwei Höfe des Ensembles wurden mit Atrien überdacht. Ein intelligentes Verschattungssystem aus Glaslamellen mit Solarzellen garantiert Sonnenschutz und optimierten Tageslichteinfall.

Ein Glasdach mit Isolierverglasung überdeckt den ehemals offenen Hof.

* Astrid Schneider
Dipl. Ing. Architektur
Solar Architecture:
Design, Research and Communication
Leiterin RG Berlin von EUROSOLAR
D-10625 Berlin

Link zur Schweizerischen Zeitschrift 'Fassade'

 

Hier den Artikel aus der schweizerischen Zeitschrift Fassade downloaden:

Artikel Bundesjustizministerium als PDF zum Download